Zirkusprojekt

der Lina-Pfaff-Realschule plus, Standort Schreberstraße
und Grundschule Geschwister-Scholl
vom 22.09. bis 28.09.2013

 

Im September war der Mitmach-Zirkus Soluna eine Woche bei uns zu Gast. Den Kindern und Lehrkräften sollte ein unvergessliches Erlebnis beschert werden.

Am Freitag, dem 20.09. wurden die Lehrkräfte einen Nachmittag lang in der Turnhalle von den Trainerinnen Katrin und Jacky geschult, um die Kinder während der Projektwoche anleiten zu können.
Nach einer lockeren Aufwärmrunde ging es zur Sache. Die Künste in folgenden Workshops wurden geübt: Jonglage, Feuer, Kugellauf, Hoola-hoop, Leiterakrobatik, Akrobatik, Pois, Clowns, Flowersticks, Zauberei und Fakir. Trapez, Fackelstange und Seiltanz kamen in der Projektwoche dazu. Zweifel zu Beginn des Trainings wurden schnell ausgeräumt, da wir uns gegenseitig überraschenderweise schon nach kurzer Zeit kleine Zirkusnummern darbieten konnten. Das Zirkusfieber hatte uns gepackt.

   

 

Sonntags kam dann endlich der große Zirkuslastwagen mit dem Zelt in unseren Schulhof. Der Zirkusleiter Birger Koch mit seinen Leuten, Lehrkräfte, Schüler, Eltern und vor allem unsere Helden, die Mitglieder des THW, bauten innerhalb von sechs Stunden das 350 Sitzplätze fassende Zelt auf. Der Blick auf das fertig gestellte wunderschöne Zelt, das uns eine Woche lang beherbergen würde, belohnte die Helfer für ihre Mühe.

Ein Höhepunkt des Projekts war die Lehrershow in der Manege am Montagmorgen. Beim Warten hinter dem Vorhang fieberten wir in bester Zirkuslaune dem Auftritt entgegen. Wir spielten alle eingeübten Nummern im bunt ausgeleuchteten Zelt vor 350 Kindern vor, die uns tosenden Applaus spendeten.

Am Montagvormittag schnupperten die Kinder in zwei Gruppen in alle Workshops hinein und entschieden sich dann für einen. So waren alle Nummern stufen- und schulübergreifend mit Regel- und Integrationskindern besetzt. Inklusion pur.

Dienstag bis Donnerstag wurde im Zelt, in den Turnhallen, ums Zelt herum und in Sälen geübt. Kleine Kostproben der Künste boten die Kinder schon ab Mittwoch mit Musik und in Kostümen in der Manege dar. Freitagvormittag fanden dann die Generalproben der zwei Gruppen statt. Als Gäste waren Kindergärten eingeladen. Auch vom Altenheim fand eine große Gruppe von Rollstuhlfahrern zu uns, welche die Show gerührt genossen.

   

 

Freitagnachmittag und samstags fanden dann insgesamt vier Shows vor ausverkauftem Haus statt. Als wäre die ganze Stadt auf den Beinen, so strömten die Zuschauerschlangen zum Zelt. Überwältigend! Als Akrobaten, Leiterakrobaten, Fakire, Zauberer, Clowns, Seiltänzer, Trapezkünstler, Poispieler, Hoola-Hoop-Akrobaten, Flowerstickspieler, Feuerkünstler, Kugelläufer und Jongleure spielten die Kinder ihre Nummern und ernteten viel Anerkennung und Applaus. Diese schönen Augenblicke werden sie nie vergessen.
Beim Catering in der Pause konnte man sich mit Popcorn, Getränken, Würstchen und Kuchen versorgen.

Gleich nach Ende der letzten Vorstellung wurde das Zelt von den Helfern wieder abgebaut. Mit etwas Wehmut aber auch einer großen Zufriedenheit und viel Stolz verabschiedeten wir den Zirkus Soluna.


Stimmen zum Projekt

Schüler: "Ich hatte zuerst keine Lust auf Zirkus. Aber dann entschied ich mich für die Fackelstangen und hatte großen Spaß."

Schüler: "Mir gefielen die Musik und die Kostüme besonders gut."

Schüler: "Ich war stolz darauf, meinen Eltern zu zeigen, was ich kann."

Schüler: "Ich bin mit verbundenen Augen über das Seil gelaufen."

Katrin, Zirkustrainerin: "Alle Kinder waren sehr höflich und freundlich. Manche haben uns nach Feierabend besucht."

Lehrer: "Soviel in so kurzer Zeit haben gerade Integrationskinder nie zuvor gelernt."

Lehrer: "Auch Kinder, die im Unterricht verhaltensauffällig sind, zeigten sich diszipliniert und vorbildlich."

Lehrer: "Die Kinder wuchsen über sich hinaus."

Lehrer: "Es war schön, auch mal jüngere Kinder zu betreuen. Jetzt winken wir uns ab und zu von Schulhof zu Schulhof."

Lehrer: "Trotz Altersunterschied gab es keine Probleme beim Training. Jeder half jedem."

 

Fazit

Die Presse unterstützte unser Projekt mit zwei wunderbaren Artikeln. Der Radiosender Antenne Kaiserslautern erwähnte uns in einer Sendung.

Als Sozialkompetenzen erfuhren die Kinder Teamgeist, Disziplin, Fleiß, Mut und Durchhaltevermögen. Die Kooperation mit der Grundschule war trotz Nachbarschaft ein Novum. Inklusion wurde wie selbstverständlich und ohne vorherige Planung praktiziert.
Ein toller Erfolg!

Das Schlusswort haben die Kinder. Ein Schüler, brachte die Stimmung während des Projekts auf den Punkt und meinte: "Alle sind verliebt. Und wie kommt das? Das macht nur der Zirkus mit uns."
Schöner kann man es nicht sagen.

Im nächsten Schuljahr wird wieder ein Zirkusprojekt mit Soluna stattfinden.
Wer sich über die Arbeit von Soluna und die Angebote informieren möchte, findet Informationen auf der Internetseite www.circus-soluna.de.

Autor: Frau Sittinger